es werde Licht
es werde Licht

Gestern fand in der Straße der Menschenrechte, am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, eine „Solidaritäts-Aktion für die Opfer von Krieg und Terror“ statt. Zu den Hintergründen der Aktion könnt ihr den Aufruf in Ruhe unter http://www.kirchenkreis-nuernberg.de lesen.

Der Aufruf endete mit den Worten: „Wir denken dabei an alle Menschen, die von Krieg und Terror betroffen sind.“ – Gemeinsam mit Kati und Fred, meinem Kreideeimer, Windlichtern und einigen ausgedruckten Zitaten bin ich also dem Aufruf gefolgt.

Gerade den letzten Satz des Aufrufes, dass man allen Menschen gedenken solle, fand ich hierbei wichtig und absolut angebracht.

Weil ich es aber für mindestens genauso wichtig empfinde, dass zukünftige Kriege, weiteres Leid und Todesopfer verhindert werden, müssen die wahren Ursachen für Krieg, Terror und Chaos angesprochen werden. Dies geschieht weder in den Leitmedien, noch in unserer politischen Landschaft ausreichend und effektiv. Stattdessen nimmt die Doppelmoral unserer Volksvertreter immer weiter zu. Selbstkritisches Denken bezogen auf die Beteiligung an illegalen Angriffskriegen, völkerrechtswidrigen Drohnen-Morden und Waffenexporten? Leider eine Fehlanzeige!

Nach über 5 Jahren Krieg in Syrien bedauert man also jetzt die Opfer, sorgt aber auf der anderen Seite nicht dafür, dass der Terror, der den gesamten Nahen Osten destabilisiert hat, inzwischen auch Europa getroffen hat und absichtlich von der US-Regierung aka. CIA angetrieben, finanziert und ermöglicht wurde, beendet wird. Man deckt weiterhin die Verbrecher, wie man es auch bei den Kapitalverbrechern der sog. „Bandenkrise“ getan hat und sorgt mitnichten für eine bessere Zukunft der Menschen.
Wer weiterhin bewusst verschweigt, dass es bei der gezielten Destabilisierung des Nahen Ostens um Erdöl, Gas und Vormachtstellung der US-Regierung geht und es sich hierbei um eines der größten Verbrechen in der jüngeren Menschheitsgeschichte handelt, der Tritt die Ehre eines jeden, durch diese Kriege ermordeten Menschen nicht nur mit Füßen, sondern ist maßgeblich für weiteres Leid verantwortlich.
Ohne Generalaufklärung der Menschen über diese Verbrechen der US-Regierung (CIA), kann kein Frieden sein.

Selbstverständlich liegt es in der Hand der Medien und vor allem der verantwortlichen Politiker dieses Schweigen zu brechen. Hierzu müssen wir Menschen jedoch leider erst auffordern und darüber hinaus unseren eigenen, individuellen Beitrag leisten, damit diese Welt besser werden kann. Jeder hat besondere Stärken! Jeder ist wichtig! Erich Kästner schrieb hierzu einst: „Wir müssen unseren Teil der Verantwortung für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt, aus der öffentlichen Hand in die eigenen Hände zurücknehmen.“

So schrieb ich heute Kreidebotschaften auf das Pflaster in der Straße der Menschenrechte, die sowohl der Mahnung, als auch dem Gedenken galten. Manchmal bin ich mir während des Schreibens wirklich nicht sicher, ob ich nicht gleich auch der Empathie, dem menschlichen Verstand und der Nächstenliebe gedenken solle – In einer Gesellschaft, die sich nicht ausreichend dagegen auflehnt, dass von ihrem Boden aus und durch ihre Steuergelder solch schreckliches Leid entsteht. Der Drohnen-Stützpunkt Ramstein in Deutschland, der die völkerrechtswidrigen Drohnen-Morde im Nahen Osten erst ermöglicht und bereits unzähligen Zivilisten (darunter natürlich auch Kleinkindern und Säuglingen) wertvolles Leben gekostet hat, ist nur eines von vielen Beispielen, die ich hier aufzählen könnte.

Neben den Kreidebotschaften für Aufklärung und Frieden, haben wir Kerzen angezündet. Auf dass sie uns den Weg in den dunkelsten Stunden weisen mögen und uns stets daran erinnern, dass nur viele strahlende Lichter gemeinsam ein Lichtermeer ergeben können. Jeder einzelne Mensch, dem in Zukunft „ein Licht aufgeht“ und der sich entscheidet dieses in die Dunkelheit zu bringen, wird seinen wertvollen Beitrag leisten können – Es werde Licht!

Abschließend möchte ich mich herzlich bei Kati für den Hinweis der Veranstaltung, bei Fred für das eifrige Fotografieren, bei Oliver für das geniale Tee-Gespräch und bei den Menschen der Linkspartei für den angebracht kritischen Banner und die konstruktiven Gespräche im Anschluss bedanken.
Frieden bedeutet nicht die absolute Abwesenheit von Kritik, Meinungsverschiedenheiten und Differenzen. Frieden bedeutet, dass man sich gemeinsam auf die wesentlich positiven Aspekte fokussiert, und jeder sein BESTMÖGLICHES gibt, um das Positive in sich selbst, sowie bei seinen Mitmenschen zu fördern/ stärken.

Nach über 2,5 Jahren Mahnwachen für den Frieden, unzähligen Gesprächen mit liebevollen Mitmenschen, eurer fabelhaften Unterstützung, sämtlicher konstruktiver Kritik und Abenden wie diesem, habe ich meine Hoffnung auf eine friedlichere Welt für alle Menschen noch lange nicht aufgegeben.

Nur weil ein kleines Prozent der Weltbevölkerung diese Erde immer dunkler machen möchte, heißt das noch lange nicht, dass sie unser Licht beeinträchtigen können. Wir haben den Vorteil, dass wir sowohl die Dunkelheit, als auch das Licht kennen, weil wir der Empathie mehr als fähig sind. Wohingegen das 1% lediglich gelernt hat im Schatten zu spielen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen besinnliche, friedliche, liebevolle Feiertage und viel Energie, Mut und Empathie für ein hoffentlich friedlicheres, zukunftsweisenderes, aufgeklärteres Jahr 2017

You might also like

Ursachenforschung statt Symptombekämpfung: Weltgeschehen
Read more
Filmtipp: Requiem for the American Dream
Read more
Fragen der Sicherheit.
Read more
Methoden der Manipulation
Read more

0 comments

Leave a reply