calendula
calendula

Sommerzeit ist Sonnenzeit. In wenigen Tagen beginnen auch in Bayern die Ferien und die Menschen haben wieder Zeit für die schönen Dinge im Leben, oder nehmen sie sich eben wieder bewusster. Ob im heimischen Garten, in den Bergen, oder am Strand: Es wird Sonne getankt und das Leben in vollen Zügen genossen. In den heißen Urlaubsmonaten Juni und August ist auch Sammelzeit für die Blüten der Heilpflanze „Calendula“, deren Heilwirkungen passenderweise genau mit der Jahreszeit harmonieren.

Wer kennt das nicht? Man war den ganzen Tag im Freien, hat sich gut eingecremt, sich im besten Fall sogar überwiegend im Schatten aufgehalten und dennoch spannt bzw. brennt die Haut, ist rot und fühlt sich heiß an. Sonnenbrand ist eine unangenehme und nicht zu unterschätzende Verbrennung der Haut ersten bis zweiten Grades. Die „Calendula“ Lat. „Calendula Offincialis“ lindert nützlicherweise genau diese Symptome und ist hierfür ein ausgezeichnetes Heilmittel. Außerdem hilft sie perfekt bei Mückenstichen, schlecht heilenden Wunden und generell bei Hautrötungen bzw. Verbrennungen.

pflanzeAnwendung

Zur Behandlung der o.g. Symptome empfehle ich einen Aufguss von ca. 6g Calendulablüten,- und Blättern, pro Liter Wasser herzustellen. Im Anschluss werden die Betroffenen Hautregionen ca. eine Stunde lang mit getränkten Baumwoll-Gazekompressen behandelt. Da die alte Kultur,- und Zierpflanze leider selten wild auf Wiesen und Feldern wächst und im Frühjahr ausgesät werden muss, könnt ihr sie beispielsweise unter: https://www.phytofit.de  und anderen Läden für Heilkräuter-Bedarf erhalten.

Selbstverständlich gibt es auch diverse Salben und Tinkturen, die aus aus der Ringelblume gewonnen werden und gerade bei Reisen eine gute Alternative bieten. Diese gibt es in Apotheken und Drogerien zu kaufen, man sollte hierbei jedoch unbedingt auf gute Qualität achten. Creme, die beispielsweise Parfum enthält, mindert den feuchtigkeitsspendenden Effekt der „Calendula“ und reizt die Haut nur unnötig.

 
 
 

Die schöne Calendula

In der Kosmetik wird das sog. „Sonnenkraut“ für ein feuchtigkeitsspendendes und entspannendes Bad dem Badewasser hinzugegeben. Man kann hierzu eine kräftige Handvoll Blüten in ein Stoffsäcken geben und dieses gut im Wasser ausdrücken. Hände, die von Kälte aufgeraut sind, kann man innerhalb von 10 Minuten in einem Blütenaufguss eingetaucht wieder glatt bekommen. Wegen ihrer adstringierenden (zusammenziehenden) Eigenschaften, kann man auch eine hervorragende Gesichtsmilch aus ihr herstellen. 

HautpflegeRezept für eine erfrischende Calendula-Gesichtsmilch

3 EL starken Calendula-Aufguss und 1 TL Borax in eine Tasse mit kochendem Wasser geben und kräftig mit 2 EL Weintraubenkern-, oder Leinöl verrühren. Danach 4 EL Mandelmilch und 5 Tropfen Zitronenöl hinzufügen, abkühlen lassen und vor dem Gebrauch gut Schütteln. 

 
 

Sommer in der Küche

Ein Tipp für die Gourmets unter euch! Frische Blütenblätter der „Calendula“ geben sommerlichen Salaten nicht nur eine wundervolle Farbnote, sondern verleihen ihnen auch ein delikates, ganz spezielles Aroma. Die Blütenknospen können in Essig eingelegt werden, erhalten dadurch einen angenehmen Geschmack und können anstelle von Kapern zum Einsatz kommen. 

Mädels aufgepasst!

Unter dem volkstümlichen Namen „Marienkraut“ ist die „Calendula“ wohl deshalb bekannt, weil sie auch bei Menstruationsbeschwerden Erleichterung verschafft. Hierzu vermengt ihr 1 Gramm ihrer Blüten mit einem Deziliter heißem Wasser. Trinkt dann einfach eine Tasse pro Tag davon. 

Fazit

Wie ihr sehen könnt, handelt es sich bei der „Calendula“ um eine ganz wunderbare, vielseitig einsetzbare Heilpflanze. Ihr Name stammt wahrscheinlich vom lateinischen Wort „calendae“ – erster Tag des Monats – ab, weil sie fast das ganze Jahr über am ersten Tag eines jeden Monats blüht. Ihre Blüte öffnet und schließt sie übrigens im Tagesrhythmus, was auf das Wort „Kalender“ zur Deutung ihres Namen hinweisen könnte. Die Ringelblume diente einst auch als sog. Barometer-Blume: War die Blüte am Morgen nach 7 Uhr verschlossen, kündete dies Regen an. War sie bereits zwischen 6 und 7 Uhr geöffnet, verhieß dies einen schönen Tag.

Uns allen wünsche ich ebenfalls schöne, sonnige, leichte Sommertage. Möge sich die „Calendula-Blüte“ jeden Tag zwischen 6 und 7 Uhr für uns öffnen und bei Bedarf Linderung bzw. Heilung bringen. Mit dem Wissen über die Einsatzmöglichkeiten dieser wunderschönen Pflanze, sind wir jedenfalls optimal für die Schattenseiten des Sommers (schmerzhaften Sonnenbrand und lästige Mückenstiche) gewappnet!

sonnige Grüße an euch und vielen Dank für euer Feedback 🙂

 

 

Quellen:
Klassische Kräuter und Heilpflanzen: Ratgeber für Gesundheit,
Küche und Kosmetik / Gioia Romagnoli und Stefania Vasetti.
ISBN 3-8003-0770-7

You might also like

Lass die Angst frei!
Read more
Kalzium in pflanzlichen Lebensmitteln
Read more

0 comments

Leave a reply