brueckenbau
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Aktuell wird ein bedeutender Großteil der Menschheit mit dem Anschwimmen „gegen“ den Strom beschäftigt gehalten. Andere treiben als Nichtschwimmer in kenternden Nussschalen wie ferngesteuert auf den Wellen von Desinformation, Angst und Elend dahin. Sie alle werden früher oder später von den Fluten mitgerissen. Die einen, weil ihnen die Kraft ausgeht und die anderen, weil ihre Boote sinken, während sie versuchen das Wasser aus ihnen zu schöpfen. Beide übersehen in ihrem Kampf letztendlich das Wesentliche. 

Ja, der Mensch befindet sich schon seit längerer Zeit auf den beschriebenen Gewässern. Lange hatte er keinen festen Boden mehr unter den Füßen und würde sicherlich etwas taumeln, wenn er wieder an Land käme. Doch sollten wir diese Option, die uns jederzeit zur Verfügung steht, nicht doch einmal in Betracht ziehen, bevor wir prustend „den Bach runter gehen“? Ist die Strömung des Flusses inzwischen wirklich so reißend geworden, dass uns das Ufer wie eine verschwommene Fata Morgana vorkommt, die nicht zu erreichen ist?

In Anbetracht der kräftigen Stromschnellen lautet die gute Nachricht, dass wir weder gegen den Strom, noch mit dem Strom schwimmen müssen. Es besteht tatsächlich die Möglichkeit an Land zu gehen und dann mit festem Boden unter den Füßen Brücken zu bauen bzw. bereits vorhandene Brücken zu erhalten. Sie werden uns nicht nur miteinander verbinden, sondern auch einen noch besseren Überblick verschaffen. In Zeiten, in denen Krieg normaler erscheint als unser eigentlich natürliche Zustand des Friedens, ist immerhin jede Erneuerung eines noch so morschen Steges der Menschlichkeit Gold wert. Wenn wir dazu allerdings nicht mehr im Stande sind, landen wir bald kollektiv im kalten Wasser und besiegeln somit unseren Untergang .

Für jemanden, der bereits auf der Brücke steht und das ganze Schauspiel überblicken kann, wirkt die Situation, die sich auf dem Fluss abspielt, ziemlich grotesk. Man möchte Hände reichen, Rettungsringe in den Fluss werfen, schwimmen lehren und so seine Mitmenschen irgendwie retten. Immerhin werden 90% der Energie, die uns aktuell zur Verfügung steht, kollektiv für das Bekämpfen von Symptomen verwendet, statt für das Erkennen und Heilen von Ursachen. Letzteres wäre eine Chance für uns alle. Die Symptome wurden jedoch nur geschaffen, um uns voneinander zu trennen. Und so schöpft der Mensch verzweifelt Wasser aus einem Kahn, der zum Untergehen verurteilt ist. Das Wasser steht uns bis zum Hals!

Im Falle von Krankheit wissen wir, dass es das Gesündeste ist, die Ursache der Krankheit zu heilen, statt die Symptome zu unterdrücken bzw. zu bekämpfen. Der Kopfschmerz, der die Menschheit plagt, wird aktuell aber sozusagen mit Tabletten unterdrückt und so wird in ständiger Betrübtheit übersehen, dass der Auslöser für den Schmerz an ganz anderer Stelle sitzt. Glaubt der Mensch wirklich, dass die Grippe, die auf Mama Erde seit Langem verbreitet wird, noch weiter verschleppt werden sollte? Welche unheilbare Herzmuskelentzündung könnte daraus bald resultieren? Welch wundersame Heilung könnte auf der anderen Seite für alles Leben eintreten, wenn wir ab sofort unseren eigenen Fokus auf die Ursachen legen und somit auch unsere Mitmenschen aus dem Bekämpfen der Symptome hin zur Ursachenforschung/ Heilung begleiten würden? Möchten wir uns weiterhin an der Verschleppung von Krankheiten beteiligen, an der Unterdrückung von Symptomen, oder werden wir durch ganzheitliche Ursachenforschung selbst zu unseren eigenen Heilern?

Fakt ist: Der Fluss (das aktuell beherrschende System) ist vergiftet. Wer daraus trinkt, wird krank werden.
Die Erde im Beet (das aktuell beherrschende System) ist verseucht. Wer darin seine Stecklinge pflanzt und meint gesunde Früchte ernten zu können, dem ist kaum noch zu helfen.

Das aktuell beherrschende System basiert auf Angst. Mit Angst wird der Mensch steuerbar. Aus Ängsten resultieren zudem Neid, Wut, Gier, Hass, Flucht, Angriff und auch Stillstand. Angst ist ein Mangel, oder gar ein Ausbleiben von Liebe. Diese Liebe ist aber unser Ursprung. Jene wenigen Menschen, die meinen von der kollektiven Unterdrückung der Menschheit und somit von Angst zu profitieren, haben nie gelernt Liebe zu fühlen, oder gar zu leben.

Das Bekämpfen der Symptome hat gerade bei den vermeintlichen Nutznießern der Angst System. Und so verwundert es uns nicht, dass sie uns aus der Liebe in die Angst treiben wollen. Ganz einfach, weil sie sich nur von Angst ernähren möchten. All ihr Sein basiert auf Ängsten. Doch wie das bei Suchtkranken nach weggesperrten Gefühlen, unterdrückten Symptomen und vernachlässigten Ursachen so ist, betäubt sich der Patient in seiner Not weiter, als den Weg der Heilung zu erkennen. Oftmals kämpft er sogar vehement gegen alles an, was ihm Heilung brächte.

Besonders interessante Erkenntnisse zu diesem Thema, hatte Wilhelm Reich, der nicht umsonst unterdrückt, missinterpretiert, diffamiert und verachtet wurde. Deshalb möchte ich herzlich auf die Vortragsreihe „Grundlagen lebendiger Entfaltung“ des wunderbaren Bernd Senf hinweisen, die unter folgendem Link abgerufen werden kann: http://www.berndsenf.de/MenuWilhelmReich.htm

Abschließend stellt sich natürlich die Frage, wie lange wir die „Angst“ auf unserer Erde noch unbewusst fördern möchten, wenn wir doch das bewusste Heilmittel „Liebe“ jederzeit zur Verfügung haben? Ergänzend zum Thema lege ich euch deshalb noch einen wunderbaren Vortrag von Eugen Drewermann nahe, den ihr hier finden könnt: https://kenfm.de/von-krieg-zu-frieden-vortrag-eugen-drewermann/

Die Grundlage des »Prinzip Liebe« ist, dass wir verstehen, begreifen und vor allem verinnerlichen was uns davon abhalten und Heilung somit unmöglich machen soll. Ganzheitliche Ursachenforschung eben. Das »WOLLEN« selbst ist zwar ein erster wichtiger Schritt, der aber zu kurz gedacht ist, wenn man ihn nicht mit dem  »BEGREIFEN« kombiniert. Das Wort »BEGREIFEN« steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Wort »GREIFEN«, also »TASTEN« und das bedeutet letztlich »FÜHLEN«.

Anders formuliert: Wer den Weg aus dem Labyrinth finden möchte, muss zuerst begreifen (fühlen), dass er in einem Labyrinth gefangen ist, damit das Bedürfnis nach dem Ausgang überhaupt aufkommen kann. Der Wille aus dem Labyrinth zu entkommen reicht aber zur Flucht oft nicht aus. Entweder muss man das System des Labyrinths verstanden haben, oder zumindest eine Karte besitzen, die einem aus dem Labyrinth verhilft.

Die wichtigste Anleitung, um aus den Strömen der Angst, hinein in gelebten Respekt zu kommen, um dann nachhaltig stabile Brücken des Friedens und der Liebe bauen zu können lautet:

„Der Frieden ist kein Ziel, er ist die Methode.
Und wer nicht mit dem Frieden anfängt, 
wird nie bei ihm ankommen – 
So wenig wie man mit einem Sack voll Lügen
die Wahrheit vermehren könnte.“

Mit diesen Worten von Eugen Drewermann möchte ich uns also zum Brückenbauen ermuntern.
Möge jeder sein eigener Baumeister in vollkommenen SelbstBewusstSein für den Frieden sein.

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