Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für das Treffen von Entscheidungen, ist der soziale Kontext. Die Beeinflussung der Akteure durch andere Personen ist eine nicht zu unterschätzende Komponente der angewandten Manipulationsmethoden. Virales Marketing ist deshalb beispielsweise etwas, dass sich viele Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen zu Nutze machen. So werden die Meinungen von Kunden veröffentlicht, Rezensionen verfasst, Testkäufer geschickt und Warentests veröffentlicht. Umgekehrt suchen potentielle Kunden gezielt nach Meinungen und Empfehlungen durch Freunde, Bekannte und Verwandte oder verlassen sich auf Testberichte im Internet.

Dieses Prinzip wird jedoch auch in anderen Bereichen angewendet. So sitzen sogenannte „Vorklatscher“ im Publikum von TV-Sendungen, die gezielt Beifall geben, worauf der Rest des Publikums ebenfalls mit dem Klatschen beginnt. Das Verhalten von unseren Mitmenschen ist also ein bedeutender Faktor in der eigenen Entscheidungsfindung und so wird auch in Restaurants häufig bestellt, was andere empfehlen. Aber woran liegt das? 

Das Prinzip der „sozialen Bewährtheit“ ist ein Ergebnis der Evolution. In der Natur kann es von großer Bedeutung sein, ob wir uns nach dem Verhalten anderer Menschen entscheiden oder nicht. Ganz instinktiv, sozusagen unbewusst, machen wir daher oft automatisch das, was alle anderen auch machen. Wir betrachten ein Verhalten in einer gegebenen Situation in dem Maße richtig, indem wir es bei anderen Menschen beobachten.

Dabei gilt: Je unsicherer man selbst ist, desto wirksamer ist das Prinzip der sozialen Bewährtheit. Unbekannte Situationen verstärken dies. Dass die soziale Bewährtheit in der Natur durchaus einen Sinn hat, möchte ich kurz am Beispiel der verheerenden Tsunamis im Jahr 2004 schildern. Touristen, die zu dieser Zeit Urlaub in den betroffenen Regionen machten und noch nie zuvor einen Tsunami erlebt hatten, sahen zuerst das Meer verschwinden und dann die Einheimischen, die sich in einer solchen Situation auskannten, in das Landesinnere bzw. auf Anhöhen flüchten und taten es ihnen gleich. In diesem Fall war das Handeln nach dem Vorbild der Masse in dieser unbekannten Situation überlebenswichtig. Dass prinzipiell eine ähnliche Unsicherheit der Menschheit gegenüber einer weltweiten Pandemie besteht und diese neue Situation skrupellos zur Umsetzung etwaiger unterjochender Massenkontrollsysteme ausgenutzt werden kann, zeigt jedoch, dass dieses Prinzip auf künstlich erzeugter Ebene großen Schaden anrichten und perfide von seinen Profiteuren missbraucht werden kann. 

Wir können also festhalten, dass die große Stärke des Prinzips der sozialen Bewährheit, die äußerst schnelle Entscheidungsfindung sein kann, ohne dass ein eigenes Wissen oder komplexe Gedankengänge zur Situation benötigt werden. Dies kann Zeit und Ressourcen sparen. Die große Gefahr besteht darin, dass dieses Prinzip schamlos ausgenutzt werden kann und Fehlentscheidungen einfach legitimiert werden. Getreu dem Motto „Alle machen das so, also muss es richtig sein“. Dass gerade letztere Assoziationskette in der Vergangenheit in sehr düstere Zustände unserer Gesellschaft geführt hat, muss an dieser Stelle zumindest erwähnt sein. Besonders schlimme Fallbeispiele zeigen, dass Menschen in Gegenwart anderer ermordet wurden (siehe Fall der Kitty Genovese) oder an einem Schlaganfall starben, ohne dass Ihnen Hilfe durch die Anwesenden zuteil wurde. Weil niemand half, gingen schließlich alle davon aus, dass es schon nicht so schlimm sein könne und das eigene Helfen überflüssig sei. Es ist deshalb wirklich ratsam, andere Menschen nach Möglichkeit gezielt um Hilfe zu bitten, wenn man sich selbst in einer Notsituation (Beispielsweise ein Schlaganfall) befindet.

Der Wissenschaftlicher Stanley Milgram beschäftigte sich bereits eingehend mit sog. Massenphänomenen. In den 1970er Jahren schlug er zur Veranschaulichung vor, sich einfach einmal mit einigen wenigen Freunden in eine Einkaufspassage zu stellen und ganz simpel in den Himmel zu blicken. Die meisten Passanten werden dies nachahmen und ebenfalls nach oben sehen. Besonders spannend ist, dass dieses Verhalten sogar auftritt, wenn die Teilnehmer wissen, dass es sich um einen Test handelt und nichts Abnormales am Himmel zu sehen ist.

Bei einer Bank in Singapur ließen sich die Kunden ganz plötzlich ihre Einlagen auszahlen, weil sich wegen eines Busstreiks eine Menschenansammlung vor der Bank (die Bushaltestelle befand sich unmittelbar davor) gebildet hatte. Passanten dachten, dass die Leute wegen eines Börsencrashs ihr Geld abhoben, gerieten in Panik und taten dasselbe. 

Lachkonserven, also Einblendungen von Gelächter in Sitcoms oder Sketchsendungen, sind einerseits bei den meisten TV-Konsumenten sehr unbeliebt. Andererseits findet man sie show,- und senderübergreifend in zahlreichen Fernsehformaten. Dass Lachkonserven zum Einsatz kommen, obwohl sogar Schauspieler, Autoren und Regisseure diese ablehnen, liegt ganz einfach an dem Fakt, dass die Forschung gezeigt hat, dass Sendungen mit Lachkonserven ein Publikum dazu bringen, länger und öfter über Witze zu lachen. Das gezeigte Format wird dadurch insgesamt sogar als komischer eingestuft. Kurioserweise sind Lachkonserven bei schlechten Witzen besonders effektiv.

Testversuche zur sozialen Bewährtheit, die in ihrem Ergebnis bereits recht deutlich auf die potentiellen Manipulationsmöglichkeiten gegenüber Unwissenden hinweisen, gibt es viele. So wurden Testpersonen besonders leichte Rechenaufgaben gestellt, die hinterher in der Gruppe verbessert wurden. Die Testperson wusste dabei nicht, dass alle anderen anwesenden Personen absichtlich die gleichen falschen Ergebnisse aufgeschrieben hatten. So war es erstaunlich, dass die Testperson anfangs das richtige Ergebnis angab, aber nach Bekanntgabe des allgemeinen, jedoch falschen Ergebnisses, die eigene Meinung zurück nahm. Wohlgemerkt bei wirklich einfachen Aufgaben. 

So verwundert es uns nicht, dass das soeben beschriebene Prinzip sehr oft in der Werbung eingesetzt wird, indem beispielsweise vermeintlich spontane Interviews auf der Straße gezeigt werden. Anscheinend zufällig ausgewählte Personen schwärmen für das zu erwerbende Produkt und bekunden ihre positive Meinung. Werbespots mit zufriedenen Hausfrauen, Rockern mit Bausparvertrag oder Kreditnehmer mit fortan finanzieller Sicherheit, sind nur weitere Beispiele, die wohl jeder aus der Fernseh,- oder Kinowerbung kennt. 

Es gibt übrigens einen besonders einfach Trick um zu testen, ob man aus einer Gruppendynamik heraus handelt. Man denke sich das Produkt einfach mit schlechten Aussagen und stelle sich vor, dass Mitmenschen eine negative Aussage dazu getroffen haben. Wie überzeugend wird man das Produkt dann wohl noch finden? In diesem Kontext möchte ich unbedingt darauf aufmerksam machen, dass uns auch „Meinungen“ als Produkt verkauft werden, die oft genug nichts mit Fakten zutun haben.

Was bewegt nun die Menschen zu ihren Entscheidungen? Die Frage, warum wir einen Verkäufer oder eben auch Meinungsmacher gut finden, basiert oft nicht auf seinen Argumenten. Sonst würden schon simple Flyer zur Kundengewinnung ausreichen und Fernsehwerbung in reiner Textform wäre schon effektiv genug. Stattdessen werden uns aber berühmte Persönlichkeiten vorgesetzt, die nicht selten Millionengagen dafür erhalten, um auf die beworbenen Produkte zu schwören. Es spielt dabei natürlich überhaupt keine Rolle, ob die Werbefigur das Produkt jemals verwendet hat, dieses wirklich gut findet oder es selbst kaufen würde – Gleiches gilt für öffentlich bekundete Aussagen zu einem Thema, die mitnichten der echten Meinung oder gar dem Wissensstand des engagierten Schauspielers entsprechen müssen. 

Drei Faktoren bestimmen darüber, was die Zielpersonen dazu bringt, sich ungleich einfacher überzeugen zu lassen: 

  1. Sympathie 

  2. physische Attraktivität 

  3. positive Assoziationen, die persönliche Verbindungen wecken

So sind es letztlich die Schauspieler, die diese Faktoren ganz besonders stark vereinen. Die Sympathie kann dabei auf verschiedene Weise erzeugt werden. Beispielsweise durch Ähnlichkeit. So ist es kein Wunder, dass beispielsweise jugendliche Demonstranten bei FridaysForFuture auf eine jugendliche Greta reagiert haben. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Effektivität erhöht wird, wenn möglichst viele Gemeinsamkeiten hervorgehoben werden. Im Fall der Greta Thunberg waren dies die Tendenz zur Rebellion, eine scheinbar geringe Zukunftsperspektive, das gemeinsame Alter und scheinbar gemeinsame Sorgen, Gedanken, sowie Ideen der betroffenen Menschen. Dass Greta kategorisch, die in ihrer Bedeutung durchaus unterschiedlichen Begriffe, „Umweltschutz“ und „Klimaschutz“ miteinander vermischt, gerät dabei für viele ihrer Anhänger einfach aus dem Fokus. Auch ihr mehr als eindeutiger familiärer Hintergrund, sowie entsprechende Marketingexperten an ihrer Seite, werden als Zufall abgetan oder schöngeredet. 

Beispielhaft für das Anwenden dieser Manipulationsmethode ist auch, dass Testimonials wie der B-Promi Oliver Pocher eingesetzt werden, um eine ohnehin schon verunsicherte Bevölkerung, in absolut panischer Artikulation von einem deutschlandweiten „Shutdown“ zu überzeugen. In der Blendung, die durch derartige Manipulationsmechanismen erzeugt wird, reicht es dann leider häufig nicht mehr für eine sachliche Analyse durch die Betroffenen. Dass Oliver Pocher bereits zur sogenannten „Schweinegrippe“ eine ähnliche und vor allem unbegründete Panik verbreitet hat, fällt somit nur dem auf, der an dieser Stelle noch rational recherchieren kann. Es ist aber durchaus interessant, dass der Effekt der Manipulation schwächer wird, sobald sich die Beteiligten selbst bewusst machen, dass es auf die vorgeschobenen Gemeinsamkeiten eigentlich überhaupt nicht ankommt.

Dass die physische Attraktivität von Prominenten letztlich auch keine positiven oder gesunden Auswirkungen auf die von ihnen umworbenen Kalorienbomben in Werbespots hat, muss ich an dieser Stelle auch nicht weiter verdeutlichen. Die Wahrscheinlichkeit ein millionenschweres „Topmodel“ im echten Leben bei einer Fastfoodkette und beim Verzehr eines Burgers anzutreffen, ist jedenfalls schwindend gering.

Sich vor Fallen zu schützen ist also möglich, wenn man sich allein auf rationale Argumente und Eigenschaften einlässt. Die soziale Bewährtheit hat gezeigt, dass menschliches Verhalten vor allem auf E-Motionen und das Miteinander in zwischenmenschlichen Beziehungen statt findet. Es ist also durchaus wichtig, die eigenen Entscheidungen gerade in neuen Situationen kritisch zu Hinterfragen und darauf zu achten, ob man sich vom Herdentrieb zum Handeln hat verleiten lassen. 

Wir brauchen fließende Informationen und erwachsene Nüchternheit, um dieses System der Angst zu durchschauen und uns effektiv vor Manipulation schützen zu können. Wisset dabei, dass der Frieden aller Menschen nicht am guten Willen der VIELEN, sondern an der Gewalt der WENIGEN Psychopathen scheitert. Sie spielen mit unserer Unwissenheit bzw. Unsicherheit und sind Meister der Manipulationsmethoden.

Querverweise:

Wettermanipulation & Umweltverschmutzung:
Extensive List Of Patents
 
Eine kleine CO2 Horror-Geschichte:
 
Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda
 
Extensive List Of Patents: Geoengineering:
 
Frankenskies
 
Neues Glyphosat:
 
Trinkwasser Medikamente
 
CO2 macht die Welt grüner:
 
Forscher testen Verdunkelung der Sonne:
 
CO2-Schwindel:
 
Staat ohne Legitimation:
 
EINE KLEINE CO2 HORROR-GESCHICHTE

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