Dass sich die „Bill & Melinda Gates Foundation“ selbst als eine wohltätige Stiftung bezeichnet, obwohl die Tätigkeiten und Spenden oftmals definitiv nicht ohne Eigennutz sind, wird immer mehr Menschen bewusst.
 
Dass aus gesunden Müttern und ihren Säuglingen offenbar kein entsprechender Absatzmarkt generiert werden kann, geht aus den Investitionen der Stiftung in Milchersatzprodukte hervor. Wer nun meint, dass es sich bei der Förderung derartiger Produkte, um einen Akt der Nächstenliebe zur gesunden Versorgung von Säuglingen handelt, der irrt. Immerhin wird hier in ein Geschäftsmodell investiert und auf dazugehörige Absatzmärkte spekuliert, die Mütter von der Industrie abhängig & Säuglinge krank machen können. So lesen wir auf der Seite der Stiftung beispielsweise von folgenden Investitionen:

„Entwicklung von Referenzwerten für Nährstoffe und andere Bestandteile der Muttermilch, Verbesserung der Schätzung des Nährstoffbedarfs und der Aufnahmelücken für Säuglinge und stillende Frauen sowie Bewertung der Zusammensetzung der Muttermilch und der Nährstoffzusammensetzung.“
 
„Erforschung neuer Ansätze zur Verbesserung der Praktiken von Unternehmen in Bezug auf die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten mit dem Ziel der Verbesserung der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern.“
 

Zur Förderung einer intakten Mutterkindbindung sucht man auf der Seite der Foundation leider   vergebens. Finanzielle Hilfen in diese essentielle Richtung bleiben komplett aus. Wenn überhaupt, geht es um die „Ernährung“ von Menschen. Zur Hungerbekämpfung setzt die Gates-Foundation aber auf Gentechnik (die nachweislich unfruchtbar machen und Krankheiten wie Krebs auslösen kann) und auf mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte industrielle Lebensmittel. In diesem Kontext ist es wichtig zu wissen, dass die Stiftung der größte Geldgeber sog. „landwirtschaftlicher Forschung und Entwicklung“ ist und allein in den vergangenen zehn Jahren viele Milliarden Dollar in Agrarprojekte gesteckt hat.  Das größte ist die sog „Allianz für eine Grüne Revolution“ in Afrika (Agra). Sie will die landwirtschaftliche Produktion durch den Einsatz von Gentechnik, Dünger und Pestiziden verdreifachen, wogegen vor allem Kleinbauern großen Widerstand leisten bzw. geleistet haben. Nicht zuletzt, weil sie diese Agenda von den Multikonzernen abhängig und die Menschen vor Ort krank macht. Zu den Kleinbauern zählen selbstredend auch unzählige Frauen und (potentielle) Mütter.
 
Fakt ist, dass zweckgebundene Spenden, die als „Charity“ getarnt werden, das Machtverhältnis zwischen Reichen und Armen verstärken und ungerechte, keinesfalls demokratische, sondern eher unterdrückende Strukturen fördern. Die Gates-Stiftung arbeitet viel mehr im Sinne der eigenen Interesse, prägt somit die globale Entwicklungsagenda an demokratischen Prozessen vorbei und schließt dadurch große Teile der Bevölkerung – beispielsweise politischer Teilhabe – aus.
 
Gerade auch in der sog. Corona-Krise kommt deutlich zum Vorschein, dass die Stiftung die sog. „Frauenrechte“ immer nur dann stärkt und für die eigenen Belange instrumentalisiert, wenn es darum geht, dass Frauen Zugang zu steuerpflichtiger Arbeit oder Verhütung bekommen sollen. Diese beiden Bereiche werden dann auch groß unter dem Motto der „Selbstbestimmung“ und „Unabhängigkeit“ propagiert. Wenn es aber um die weibliche Selbstbestimmung bezüglich der Mutterkindbindung, des Stillens, des Mutterseins und anderen Bereichen in puncto weiblicher bzw. familiärer Freiheit geht, werden diese von der Foundation als lästig oder vorsintflutlich degradiert.
 
Wenn die „Bill & Melinda Gates Foundation“ tatsächlich so sehr auf Gleichberechtigung achtet, warum haben Mütter, die ihre Kinder zuhause betreuen, wie man aus den Fördergeldern schließen kann, nicht die gleichen Rechte, wie alle anderen Frauen? Offenbar lassen sich aus intakten, gesunden Familien, die von selbstbestimmten Müttern und Vätern organisiert werden, weniger hohe Renditen generieren!
 
Bezeichnend ist zum Thema Verhütung besonders, dass hier u.a. in die Entwicklung eines „zweimal jährlich injizierbaren Verhütungsmittels“, investiert wurde. Als Begründung wird angegeben, dass sich Frauen in ressourcenarmen Gebieten, bequeme und erschwingliche Methoden zur Familienplanung wünschten und man diesen eine breitere Auswahl an „modernen“ Verhütungsmitteln zu ermöglichen wolle. Ob ein solcher Wunsch – in Kombination mit einem derartigen Präparat – bei den Frauen vor Ort tatsächlich besteht, bleibt zu bezweifeln. Dass derartige Optionen von falscher Seite auch gegen die Würde von Frauen und Ungeborenen zum Einsatz gebracht werden können, muss ich an dieser Stelle wohl nicht weiter ausführen. Mal davon abgesehen, dass die langfristigen Folgen solcher Therapien und Eingriffe nicht im Sinne der betroffenen Frauen einkalkuliert sind.
 
Und so erzeugen auch die Beschreibungen zu weiteren, sehr hohen Investments, im Gesamtkontext einen mehr als faden Beigeschmack. Wir lesen zum Beispiel von Ausgaben, mit folgenden Betreffzeilen:
 
 
 
 
 
Dr. med. Bernd Hontschik (Chirurg und Publizist) hat das Vorgehen der „Bill & Melinda Gates Foundation“ einmal sehr treffend zusammengefasst:
 
„Das Ehepaar Gates gehört zu den reichsten Multimilliardären unserer Zeit. Wie viele Menschen, wie viele Kinder für diese Milliarden zugrunde gerichtet wurden, hören sie nicht gerne. Wie viele Regionen der Erde für diese Milliarden vergiftet wurden, biologisch tot sind, erwähnen sie nicht gerne. Da ist es aber doch ein menschenfreundlicher Zug, wenn sie mit ihrer edlen Stiftung einen Teil dieser Milliarden der Welt wieder zurückgeben. So einfach ist es aber nicht.
 
Der ursprüngliche Auftrag der WHO von 1948 lautete, Krankheiten zu definieren, Standards für deren Behandlung zu erarbeiten und weltweit zu verbreiten. Er ist endgültig pervertiert. Zuerst sorgen die Nahrungsmittelkonzerne dafür, dass sich Übergewicht, Gefäßkrankheiten und Diabetes auf der ganzen Welt immer mehr ausbreiten, um anschließend mit der Pharmaindustrie die Lösungen dafür gewinnbringend zu verkaufen. Die Eroberung der WHO durch Konzerne und Stiftungen ermöglicht ihnen also doppelten Profit, einmal bei der Verursachung von Krankheiten und dann an deren Behandlung.“ Quelle
 
Dass Frauen in Lateinamerika seit dem Auftreten von Großkonzernen wie Monsanto von einer auffällig steigenden Brustkrebsrate betroffen sind und Mütter immer häufiger Säuglinge mit Missbildungen zur Welt bringen, scheint die selbsternannten Philanthropen nicht zu stören und so investieren sie munter weiter in Firmen, die selbst in den Mainstream-Medien bereits stark kritisiert worden sind. In einem  Artikel, der im Jahr 2010 in „The Guardian“ erschienen ist, steht:
 
„Die Investitionen der Bill und Melinda Gates Stiftung in Monsanto und Cargill sind unter heftige Kritik geraten. Ist es an der Zeit, dass die Stiftung ihre Visionen für die Landwirtschaft in Entwicklungsländern offenlegt?
 
Die Bill and Melinda Gates Foundation, die die globale Entwicklungsseite des Guardian sponsert, wird in Afrika und den USA heftig kritisiert, weil sie nicht nur mit dem berüchtigten Gentechnikkonzern Monsanto, sondern auch mit dem Agrarrohstoffriesen Cargill ins Bett gegangen ist.
 
Der Ärger begann, als eine US-Finanzwebsite das jährliche Investitionsportfolio der Stiftung veröffentlichte, aus dem hervorging, dass sie 500.000 Monsanto-Aktien im Wert von rund 23 Millionen Dollar gekauft hatte. Dies war ein beträchtlicher Anstieg in den letzten sechs Monaten, und obwohl es nur Kleingeld für Bill und Melinda ist, hat es gereicht, um ihre schärfsten Kritiker auf den Plan zu rufen.
 
Die in Seattle ansässige Organisation Agra Watch – ein Projekt der Community Alliance for Global Justice – war empört. „Monsanto hat eine Geschichte eklatanter Missachtung der Interessen und des Wohlergehens von Kleinbauern auf der ganzen Welt… [Dies] wirft ernste Zweifel an der starken Finanzierung der landwirtschaftlichen Entwicklung in Afrika durch die Stiftung auf“, donnerte es.
 
Aber es kam noch schlimmer. Die in Südafrika ansässige Überwachungsorganisation African Centre for Biosafety fand heraus, dass die Stiftung mit Cargill an einem 10-Millionen-Dollar-Projekt zur „Entwicklung der Soja-Wertschöpfungskette“ in Mosambik und anderswo zusammenarbeitet. Wer weiß, was diese Unternehmenssprache wirklich bedeutet, aber höchstwahrscheinlich kündigt sie die große Einführung von GV-Soja im südlichen Afrika an.
 
Die beiden Vorfälle werfen eine Reihe von Fragen für die Stiftung auf. Nur wenige Menschen bezweifeln, dass GV einen Platz in Afrika hat, aber ist Gates hoffnungslos naiv, wenn er zwei der aggressivsten Agrargiganten der Welt unterstützt? Immerhin gibt es auf Regierungs- und Gemeindeebene echte Bedenken, dass das Modell der Vereinigten Staaten von Amerika mit seiner extensiven High-Tech-Landwirtschaft für den größten Teil Afrikas ungeeignet ist und den ärmsten Bauern nicht im Namen der „Ernährung der Welt“ aufgezwungen werden sollte.
 
Tatsache ist, dass Cargill ein gesichtsloser Agrargigant ist, der die meisten Nahrungsmittel der Welt kontrolliert, und dass Monsanto seit einem Jahrzehnt in armen asiatischen Ländern herumpfuscht und sich selbst und den USA einen schlechten Ruf für unternehmerische Schikanen verschafft. Weiß Gates, dass es in Gefahr ist, von deren Ruf eingeholt zu werden, oder teilt die Stiftung tatsächlich deren unternehmerische Vision von Landwirtschaft und beabsichtigt, in Zukunft mehr mit ihnen zusammenzuarbeiten?
 
Die Stiftung hat sich nie offen über ihre Vision für die Landwirtschaft in den ärmsten Ländern der Welt geäußert, noch über die Rolle kontroverser Technologien wie Gentechnik. Aber vielleicht könnte sie die Debatte hier beginnen?
 
In der Zwischenzeit könnte sie uns sagen, wie viele ihrer leitenden landwirtschaftlichen Mitarbeiter früher für Monsanto oder Cargill gearbeitet haben?“
 
Warum die Zeitung „The Guardian“ nur kurze Zeit nach diesem erhellenden Beitrag eine satte Zuwendung von 5,686,494 $ von Bill Gates Stiftung erhalten hat, darf sich an dieser Stelle jeder selbst fragen. Seither gab es in diesem Blatt jedenfalls keine derart fundierten und kritischen Beiträge mehr über die Stiftung.
 
Dass Korporatismus und Technokratie in ihrer Hybris vor nichts – nicht einmal vor den Wurzeln unseres Seins – halt machen, zeigen uns die hier zusammengefassten Fakten eindringlich.Man muss sich deshalb abschließend unbedingt die Frage stellen, ob man die horrenden Summen, die alleine in diesem Beitrag aufgelistet sind, nicht wesentlich nachhaltiger, humaner und im Sinne unzähliger Kinder, die in der Zwischenzeit qualvoll verhungert sind, zum Einsatz hätte bringen können?
 
Eine natürliche Mutterkindbindung und eine intakte Stillbeziehung, sind in vielerlei Hinsicht die Grundlage für eine gesunde Zukunft unserer Kinder und somit der gesamten Menschheit! Das systematische Investieren in Milchpulver oder gentechnisch veränderte sog. „Lebensmittel“, die als Füllstoffe zur äußerst fragwürdigen Ernährung von Säuglingen und Müttern zum Einsatz kommen, fördern hingegen eine Industrie, die auf entsprechende Absatzmärkte spekuliert und nur dann ihre Produkte verkauft, wenn eine künstliche Not von Mutter und Kind erzeugt wird. Wenn aber ausgerechnet die Profiteure dieser Industrie  bestimmen, was für Mutter und Kind gesund sein soll, kann es nur schlecht bzw. ungesund für uns werden! Unabhängige, gesunde und selbstbestimmte Mütter sind nicht im Interesse der Korporatisten und werden in ihrem natürlichen Sein nicht gefördert – Gerade zum Leidwesen ihrer Säuglinge! Die Privatisierung der vermeintlichen Weltrettung wird inzwischen im Schatten der aktuellen Krise noch aggressiver angetrieben. Es ist deshalb an der Zeit, dass wir die Ursachen für Not und Elend erkennen und eindeutig benennen. 

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